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Das nächste Konzert:


Liebe BCRler, liebe Musik- und Bach-Freunde und -Freundinnen,

 

wir wünschen uns in diesen dunklen Tage gegenseitig ein besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten. Aber ist das realistisch – mit so vielen Enttäuschungen und vergeblichen Anlaufen/Vorbereitungen von schönen Abendmusiken und Kantate-Konzerten im vergangenen Jahr, in dem Covid-19 despotisch diktierte, was man durfte und was nicht? Jedes Mal, wenn wir entspannt aufatmeten und erfüllt von neuem Mut und neuer Hoffnung nach vorne schauten, kam die „Herrscherin” mit einer neue Welle, einer neuen Mutation, manchmal eingeleitet durch unsere eigenen, nicht verantworteten Aktivitäten, manchmal aber auch von alleine, aber immer unerwartet und störend unangenehm.

 

So viele schöne Initiativen sind entwickelt, aber nie zum Ende gebracht, zur Ausführung gekommen. Das ist ein-, zweimal zu verarbeiten, aber nach anderthalb Jahre wird es schwierig. Jedenfalls bei mir und bei vielen meiner musizierenden Freundinnen und Freunde. Schließlich: Was man in der Küche vorbereitet möchte man doch auch essen!

 

Sind die oben erwähnten, aufrecht gemeinten Wünsche also unrealistisch? Keineswegs! Im Gegenteil! Erst mal sind wir uns durch diese schlimme Situation extrem bewusst, wie sehr wir die musikalischen Aktivitäten brauchen und genießen und was die Musik und uns Musizieren in uns bewirkt. Zweitens, zusammen arbeiten wir an der Wiedergeburt der Normalität, einer vielleicht etwas geänderten Normalität, aber einer, worin wir wieder intensiv und vom ganzen Herzen musizieren dürfen und wollen. Also, lasst uns stärker denn je zusammenstehen und bleiben wir beim Vornehmen und der realistischen Hoffnung auf schöne Aufführungen unseres Programms für 2022, wobei wir in Januar anfangen mit dem in November ausgefallenen Magnificat. Ein tief berührendes Meisterwerk, das wir mit Liebe und Leidenschaft neu vorbereiten werden und mit all unserer Energie ausführen wollen. Wenn nicht in Januar, dann noch später. Es ist Covid, das weichen soll, nicht wir! Vielleicht braucht es mehr Zeit als wir hoffen, aber auch Covid unterliegt der Zeit.

 

Ich wünsche Euch allen tatsächlich eine von realistischer Hoffnung und initiativreicher Energie geprägte Advents- und Weihnachtszeit und orientiere mich auf ein erfreuliches Wiedersehen in unserer vertrauten St.Vitus-Kirche in 2022.

 

Mit ganz lieben Grüßen

Hans





 Musik ist die Berührung zwischen Gott und der Seele.

Bettina von Arnim

Liebe Bachfreunde,

 

Musizieren ist ein Geschenk. Bach zu spielen ist ein noch größeres Geschenk. Und das in der St. Vitus Kirche in Hochelten realisieren zu dürfen ist für uns alle, die Musik, Bachs Musik und sehr spezielle Orte lieben, das "non plus ultra“! Außerhalb der St. Vitus Kirche blickt man über ein seltsam schönes, fast märchernhaftes Gebiet, das Rheinland, innen ist man wie in einem vetrauten, schönen Haus, und deswegen haben wir uns verbunden für diese wunderschöne Aufgabe: dort Bachs Kompositionen auszuführen für jeden, der sie hören will. Und so ist der Name "Bach Collegium Rhenanum" nur die Konsequenz unserer gemeinsamen Liebe für Bach, diese Kirche in dieser Landschaft und diese Zielsetzung. Ein zweites Geschenk war und ist es, dass auf unseren Versuch, Teilnehmer zu diesem Ziel zusammenzubringen, so viele mit großem Enthusiasmus, Einsatz und Widmung reagiert haben und mitmachen. Das macht jede Musizierstunde zu einem Fest, ein Fest ohne Ende, denn immer wird es einen nächsten Satz geben und immer ein neues Thema.

 

Wir haben etwas Wunderbares angefangen und jeder nächste Schritt bringt uns neue Freuden. Dabei sind wir erst am Anfang! Wenn man daran denkt, was noch kommen könnte, welche herrliche Musik auch in den etwas größeren Werken von Johann Sebastian Bach noch auf Einstudierung und Ausführung bereit liegt, kann man verstehen, dass wir, die Ausführenden, kaum warten können, diese "Arbeit" anzugehen. Genau wie Sie, die Bachs Musik, wie wir, miterleben möchten, mit Neugierde und Erwartung diesen Ausführungen entgegensehen.

 

Mit Dank an Pastor Theo van Doornick und an den deutsch-niederländischen Kulturverein "Liemers-Niederrhein", der uns liebevoll adoptiert hat und, last but not least, mit Dank an Sie, die unsere Freude durch Ihr Zuhören nur größer machen, wünschen wir dem Bach Collegium Rhenanum die Zukunft, welche uns allen vor Augen stand und die es hoffentlich durch Einsatz und Leistung erreichen wird.

Hans Linnartz

 

Liemers-Niederrhein ist eine Vereinigung zur Förderung kultureller Kontakte zwischen den Niederlanden und Deutschland in der Grenzregion Liemers. Seit 1965 richten sich unsere monatlichen Veranstaltungen nicht nur an die mehr als 450 Mitglieder unserer Vereinigung, sondern an alle, die an grenzüberschreitender Kulturarbeit interessiert sind. Literaturlesungen, Vortragsveranstaltungen, Konzerte und Exkursionen prägen das jeweilige Jahresprogramm, das im Jahre 2013 um die Zusammenarbeit mit dem Bach Collegium Rhenanum erweitert wird.

 

Für Liemers-Niederrhein ist es eine Ehre und Bereicherung, den vereinsrechtlichen und organisatorischen Rahmen für das große Engagement der Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker unter der kompetenten Leitung von Hans Linnartz bilden zu können. Johann Sebastian Bach und seine Musik wird in den Niederlanden und Deutschland gleichermaßen geschätzt. Die St.Vitus Kirche in Hochelten liegt im Herzen der Liemers- Region. Wenn dort von Deutschen und Niederländern Musik von J.S. Bach zu Gehör gebracht wird, ergibt sich in mehrfacher Hinsicht eine beeindruckende Kongruenz mit den Zielen von Liemers-Niederrhein.

Stoni Scheurer (Vors. NL)
Edmund Verbeet (Vors. D)

 

Fotos: Tom Oosthout

Gabriel's message - Hochelten, 20. Mai 2018

Veranstalter ist der deutsch-niederländische Verein Liemers-Niederrhein e.V.